{"id":3902,"date":"2024-01-02T15:50:40","date_gmt":"2024-01-02T14:50:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ensemble1684.de\/?p=3902"},"modified":"2024-12-25T18:59:13","modified_gmt":"2024-12-25T17:59:13","slug":"johann-rosenmueller","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ensemble1684.de\/gb\/2024\/01\/johann-rosenmueller\/","title":{"rendered":"Rasanter Ausfstieg"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anekdotisch berichtet der G\u00f6ttinger Geschichtsprofessor Joachim Meyer (1661-1732), dass der Zittauer Kantor Andreas Hammerschmidt (1611-1675) um das Jahr 1650 &#8220;<em>zur Me\u00dfzeit<\/em>&#8221; nach Leipzig gekommen und im &#8220;<em>dasigen Stadtkeller<\/em>&#8221; Johann Rosenm\u00fcller (1617\/19 <a href=\"#sdfootnote1sym\" id=\"sdfootnote1anc\"><sup>1<\/sup><\/a>-1684) begegnet sei. Im Verlauf eines angeregten Gespr\u00e4chs habe Hammerschmidt &#8211; ohne zun\u00e4chst seine Identit\u00e4t preis zu geben &#8211; Rosenm\u00fcller gefragt, &#8220;<em>was dieser denn von des Andreas Hammerschmidts in Zittau Composition hielte<\/em>&#8220;. Das \u00fcberlieferte Urteil Rosenm\u00fcllers ist eindeutig &#8211; und harsch: &#8220;<em>Es w\u00e4re derselbe ein Clausulen Dieb und wenn er [Hammerschmidt] ihm die Manier und die Clausulen [Klauseln] nicht abst\u00f6hle, w\u00fcrde er nichts machen k\u00f6nnen<\/em>&#8220;. Hammerschmidt reagiert darauf nachvollziehbar s\u00e4uerlich, es kommt zum Streit, sogar zu Handgreiflichkeiten und die beiden m\u00fcssen m\u00fchsam von Umstehenden beruhigt werden.<a href=\"#sdfootnote2sym\" id=\"sdfootnote2anc\"><sup>2<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Freilich ist bei diesem Bericht von einer Pointierung auszugehen. Aber was f\u00fcr ein Selbstbewusstsein, ja welche Chuzpe, spricht aus der Reaktion Rosenm\u00fcllers (die im Kern wohl den Tatsachen entspricht)! Und unmittelbar stellt sich die Frage: Ist dessen hohe Meinung von der eigenen Kunst tats\u00e4chlich gerechtfertigt &#8211; und worauf gr\u00fcndet sie sich \u00fcberhaupt?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als der in Oelsnitz\/Vogtland geborene Johann Rosenm\u00fcller im Jahr 1640 an der Leipziger Universit\u00e4t ein Theologiestudium aufnimmt<a id=\"sdfootnote3anc\" href=\"#sdfootnote3sym\"><sup>3<\/sup><\/a>, ist dieser Weg jedenfalls nicht abzusehen. Ja, ob sich der in den Wirren des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges aufwachsende Vogtl\u00e4nder bis zu seiner Ankunft an der Plei\u00dfe \u00fcberhaupt nennenswert musikalisch bet\u00e4tigt, ist l\u00e4ngst nicht sicher. Einen einzigen knappen Hinweis finden wir in der Vorrede seiner ersten Druckpublikation<a id=\"sdfootnote4anc\" href=\"#sdfootnote4sym\"><sup>4<\/sup><\/a>. Dort schreibt Rosenm\u00fcller, dass die &#8220;<em>prima fundamenta musices<\/em>&#8221; in seiner Heimatstadt gelegt worden seien. Weitere musikalische Fr\u00fchspuren haben sich jedoch bisher nicht finden lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Entwicklung nimmt jedoch ihren Lauf, als Rosenm\u00fcller 1642 durch die Anstellung als Hilfslehrer an der Thomasschule in ein anregendes musikalisch-akademisches Umfeld und insbesondere unter den Einfluss von Thomaskantor Tobias Michael (1592-1657) gelangt. Von Michael erh\u00e4lt Rosenm\u00fcller k\u00fcnstlerische Impulse, die einen ersten &#8211; noch etwas ungest\u00fcmen &#8211; Schaffensdrang ausl\u00f6sen. Ergebnis dessen und erster kompositorischer Fingerzeig ist die bereits erw\u00e4hnte Sammlung instrumentaler Tanzs\u00e4tze aus dem Jahr 1645.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei ist es nicht so sehr die musikalische Substanz der Sammlung, die aufhorchen l\u00e4sst &#8211; die Faktur der S\u00e4tze ist denkbar einfach, das verwendete Suiten-Modell l\u00e4ngst bekannt<a href=\"#sdfootnote5sym\" id=\"sdfootnote5anc\"><sup>5<\/sup><\/a> &#8211; sondern die Aufmerksamkeit die der Druck erh\u00e4lt. So \u00fcbersendet kein geringerer als der Dresdner Hofkapellmeister Heinrich Sch\u00fctz (1585-1672) ein eigens daf\u00fcr verfasstes Lobgedicht aus der s\u00e4chsischen Residenzstadt. Mit barockem Pathos, jedoch voller ehrlicher Wertsch\u00e4tzung hei\u00dft es darin<a href=\"#sdfootnote6sym\" id=\"sdfootnote6anc\"><sup>6<\/sup><\/a>:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>So fahre fort, mein Freund, obgleich die Dornen stechen<br>der edlen Music Kunst die Rosen abzubrechen,<br>ja fahre fort noch mehr zu sammeln ihrer ein<br>ich sehe Floram schon auffw\u00e4rtig dir zu sein<br>und einen Ehrenkranz mit ihrer Hand zu winden<br>der nicht verwelcken wird, den kein Neid wird auffbinden<br>dass deines Namens Ruhm in Deutschland bald angehn<br>durch Famam ausgebreit und l\u00f6blich wird bestehn.<br>\u00dcberschickt aus Dre\u00dfden von<br>Heinrich Sch\u00fctzen, Capellmeistern<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da staunt man nicht schlecht und fragt sich, was den &#8220;<em>Vater der modernen deutschen Musik<\/em>&#8221; dazu bewogen haben mag, das handwerklich solide, aber k\u00fcnstlerisch wenig spektakul\u00e4re Opus mit solchen Zeilen zu adeln. Und es ist beileibe nicht nur Sch\u00fctz, der sich zum F\u00fcrsprecher der Rosenm\u00fcllerschen Sache macht: vier Druckseiten voller epigrammatischer Hochachtung vom Who is Who des kulturellen Leipzigs kann der junge Musikus versammeln!<a id=\"sdfootnote7anc\" href=\"#sdfootnote7sym\"><sup>7<\/sup><\/a> Dieser allgemeine \u00dcberschwang ist nur erkl\u00e4rlich, wenn man davon ausgeht, dass bei Drucklegung im Oktober 1645 bereits ungleich reifere und zukunftsweisendere Werke Rosenm\u00fcllers bekannt gewesen sein m\u00fcssen.<a id=\"sdfootnote8anc\" href=\"#sdfootnote8sym\"><sup>8<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und in der Tat spricht einiges daf\u00fcr, dass die Karriere des Jungkomponisten im Jahr 1645 einen entscheidenden Schub erh\u00e4lt. Ab dieser Zeit verantwortet Rosenm\u00fcller, wie Michael Maul nachgewiesen hat<a href=\"#sdfootnote9sym\" id=\"sdfootnote9anc\"><sup>9<\/sup><\/a>, die Kirchenmusik f\u00fcr die hohen Festtage an der Leipziger Paulinerkirche (Universit\u00e4tskirche). Er agiert damit de facto als Universit\u00e4tsmusikdirektor, m\u00f6glicherweise anfangs in Vertretung des seit langem gichtkranken Tobias Michael. Solcherma\u00dfen exponiert, steigt Rosenm\u00fcllers Ansehen in weiten Kreisen der Stadt und damit auch die Nachfrage nach seinen Kompositionen. Beleg daf\u00fcr ist das erste erhaltene Gelegenheitswerk aus seiner Feder, eine ausladende Hochzeitsmusik f\u00fcr den schwedischen General Douglas, die im November 1645 unter Rosenm\u00fcllers Leitung zur Auff\u00fchrung kommt.<a href=\"#sdfootnote10sym\" id=\"sdfootnote10anc\"><sup>10<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als folgenreichstes Ereignis jenes Jahres erweist sich allerdings die Begegnung mit und beginnende F\u00f6rderung durch Heinrich Sch\u00fctz.<a href=\"#sdfootnote11sym\" id=\"sdfootnote11anc\"><sup>11<\/sup><\/a> Erst mit dem gro\u00dfen Kapellmeister als Mentor erlangt Rosenm\u00fcller jene satztechnische Meisterschaft, die sein Werk ab den sp\u00e4ten 1640er Jahren auszeichnet. Und angeregt insbesondere durch die Symphoniae Sacrae seines v\u00e4terlichen F\u00f6rderers beginnt Rosenm\u00fcller, sich mit dem f\u00fcr ihn so pr\u00e4genden italienischen Konzertstil auseinander zu setzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um diesen Stil gr\u00fcndlich zu studieren, bricht Johann Rosenm\u00fcller Ende 1645 zu dessen Quellen auf. \u00dcber seine Abreise nach Italien sind wir genau informiert, denn es existiert ein Eintrag im Protokollband des Collegium Gellianum<a id=\"sdfootnote12anc\" href=\"#sdfootnote12sym\"><sup>12<\/sup><\/a> f\u00fcr den 1. Advent 1645, in dem es hei\u00dft: &#8220;<em>(&#8230;) gratiam Collegii nostri a Rosemullero [sic!], suavissimo melopoeta compositum, antequam is abiret in Jtaliam<a id=\"sdfootnote13anc\" href=\"#sdfootnote13sym\"><sup>13<\/sup><\/a>.<\/em>&#8221; Neben der genauen Datierung ist vor allem interessant, dass der Protokollant den Komponisten einen &#8220;<em>suavissimo melopoeta compositum<\/em>&#8221; nennt. Bereits in dieser fr\u00fchen Wirkungszeit gilt also der liebliche Ton als das unverwechselbare Markenzeichen Rosenm\u00fcllers.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus sp\u00e4teren Quellen wissen wir, dass die Studienreise den jungen Komponisten (auch) nach Venedig f\u00fchrt, wo er ganz in das pulsierende Musikleben der Lagunenstadt eintaucht. Neben den Concerto-Modellen der venezianischen Meister widmet er sich vor allem dem Madrigalstil des eben erst verstorbenen Claudio Monteverdi (1567-1643). Dessen harmonischer Reichtum und &#8220;<em>bildhafte und bewegliche Textbehandlung<\/em>&#8221; (Peter Wollny) \u00fcben einen gro\u00dfen Reiz auf den nach Innovation dr\u00e4ngenden Komponisten aus. Reich bepackt mit Erfahrungen (und sicher auch Musikalien), kehrt Rosenm\u00fcller im Sommer 1646 nach Leipzig zur\u00fcck und beginnt unmittelbar, die erlernten Prinzipien f\u00fcr seine Kompositionen fruchtbar zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein erster Ertrag der nachvenezianischen Phase sind die Kern-Spr\u00fcche mehrenteils aus Heiliger Schrift, die Rosenm\u00fcller im Jahr 1648 vorlegt (ein zweiter Teil wird 1652\/53 folgen). Die gedruckte Sammlung enth\u00e4lt unterschiedlich besetzte und dimensionierte Vokalkonzerte auf Bibeltexte und freie Dichtung. Rosenm\u00fcller demonstriert darin seine erworbenen kontrapunktischen F\u00e4higkeiten und erkundet gleichzeitig neue Klangr\u00e4ume und Dispositionen. Die Instrumente werden in den gr\u00f6\u00dfer angelegten Werken bereits mit einiger Eigenst\u00e4ndigkeit gef\u00fchrt. Zwar dienen die instrumentalen Anteile noch vorwiegend der Strukturierung (Sinfonia, Ritornell, motivische Antwort), jedoch finden sich immer wieder auch Passagen, in denen Rosenm\u00fcller die Instrumentalstimmen in das imitative Geflecht mit einbezieht &#8211; und damit den Satz verdichtet &#8211; oder zur Klangveredelung als fr\u00f6hlich figurierende Oberstimmen setzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus rezeptionsgeschichtlichen Gr\u00fcnden soll auf das handschriftlich \u00fcberlieferte Konzert F\u00fcrchte dich nicht, denn ich hab dich erl\u00f6st, hingewiesen werden. Von allen Kompositionen Rosenm\u00fcllers ist es vielleicht das modernste, ganz sicher aber eines der zeitlosesten Werke. Hiervon zeugt auch das wertsch\u00e4tzende Urteil Johann Matthesons. Im Jahr 1739, nahezu ein Jahrhundert nach seiner Entstehung (!), f\u00fchrt der Hamburger Musiktheoretiker die Komposition in seinem Vollkommenen Capellmeister an und beschreibt deren Eingangssinfonia mit folgenden Worten<a href=\"#sdfootnote14sym\" id=\"sdfootnote14anc\"><sup>14<\/sup><\/a>:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>&#8220;Ich kann mich nicht entbrechen, bey diesem reinen, f\u00fcnfstimmigen Satze die sch\u00f6ne Singart in jeder besonderen Stimme zu bewundern. Die Ober-Partie k\u00f6nnte schwerlich besser einhergehen, wenn sie auch als Solo dast\u00fcnde. Die zwote hat absonderlich in den letzten Takten so viel artiges und modernes, als wenn sie diesen Tag erst verfertiget, und ohne die geringste Absicht auf die \u00fcbrigen vier zu Papier gebracht worden; da sie doch \u00fcber 50 Jahre alt ist. Nichts aber kann eine angenehmere und beweglichere Melodie f\u00fchren, als hier der Alt tut. (&#8230;) Was endlich den Tenor und Bass betrifft, so zeiget ihre freundliche Gegenbewegung die gr\u00f6\u00dfte Bescheidenheit an, so man verlangen mag, ohne Zwang, Verbr\u00e4mung und K\u00fcnsteley, ganz nat\u00fcrlich, gar nicht h\u00f6lzern. Hier m\u00f6gte man zu manchem sagen: Gehe hin und tue desgleichen!&#8221;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es sind Werke wie dieses, die Johann Rosenm\u00fcllers kometenhaften Aufstieg begr\u00fcnden. Wie sehr man ihn in Leipzig sch\u00e4tzt, zeigt auch die Tatsache, dass der Rat der Stadt im Dezember 1653 dem Komponisten sogar schriftlich die Anwartschaft auf das Thomaskantorat zusichert, sollte Tobias Michael dahinscheiden oder sein Amt niederlegen. Doch auch \u00fcber die Stadtgrenzen hinaus sch\u00e4tzt man die Qualit\u00e4ten des Meisters. Als 1654 ein Nachfolger f\u00fcr das vakante Dresdner Kreuzkantorat gesucht wird, hei\u00dft es in einem vom Stadtrat beauftragten Gutachten, &#8220;<em>da\u00df [sich] eine qualificirtere Persohn in Dirigirung des Musicalischen Chors, Componiren und andern, was zu eines Cantoris Ambt geh\u00f6rig schwerlich in Leipzigk, Dresden und andernorts finden w\u00fcrde.&#8221;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rosenm\u00fcllers eingangs kolportiertes Selbstbild jener Jahre scheint also exakt die \u00f6ffentliche Meinung zu reflektieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"sdfootnote1sym\" href=\"#sdfootnote1anc\">1<\/a> Das Geburtsjahr Rosenm\u00fcllers ist nicht eindeutig bestimmbar. In der Forschung werden derzeit zwei Hypothesen diskutiert: zum einen vom Todesjahr des Komponisten r\u00fcckgerechnet die 13 Lustren (ca. 65 Jahre), die das Epitaph von 1684 nennt. Zum anderen Rosenm\u00fcllers mutma\u00dfliches Erreichen des kleinen Stufenjahrs (=35. Geburtstag) im Jahr 1652, auf das ein gedrucktes Gedicht hinzudeuten scheint.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"sdfootnote2sym\" href=\"#sdfootnote2anc\">2<\/a> nach: MEYER, J. Der anma\u00dfliche Hamburgische Criticus sine Crisi (1728), S. 25f.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"sdfootnote3sym\" href=\"#sdfootnote3anc\">3<\/a> Die j\u00fcngere Matrikel der Universit\u00e4t Leipzig (1559-1809), 2; UB Leipzig, Sig. AL 16149 M43-2<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"sdfootnote4sym\" href=\"#sdfootnote4anc\">4<\/a> Paduanen, Alemanden, Couranten etc. (Leipzig, 1645)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"sdfootnote5sym\" href=\"#sdfootnote5anc\">5<\/a> Rosenm\u00fcller schreibt in der Vorrede, dass er die S\u00e4tze urspr\u00fcnglich nicht zur Publikation vorgesehen hatte und nur auf inst\u00e4ndiges Begehren vieler Freunde zum Druck gab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"sdfootnote6sym\" href=\"#sdfootnote6anc\">6<\/a> \u00dcbertragungen aus den Quellen durch den Verfasser, sofern nicht anders angegeben<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"sdfootnote7sym\" href=\"#sdfootnote7anc\">7<\/a> Darunter Thomaskantor Tobias Michael, der Rosenm\u00fcller &#8220;<em>Amicum suum dilectissimum<\/em>&#8221; nennt, Rosenm\u00fcllers (Dichter-) Freund Caspar Ziegler, verschiedene Leipziger Gelehrte und Ratsm\u00e4nner<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"sdfootnote8sym\" href=\"#sdfootnote8anc\">8<\/a> Hier ist etwa an fr\u00fche Evangeliendialoge Rosenm\u00fcllers zu denken (z.B. Es waren Hirten auf dem Felde), die Peter Wollny in diese Schaffensphase datiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"sdfootnote9sym\" href=\"#sdfootnote9anc\">9<\/a> MAUL, M. Musik und Musikpflege in Leipzig nach dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg (2001). Magisterarbeit. ungedruckt<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"sdfootnote10sym\" href=\"#sdfootnote10anc\">10<\/a> Es mu\u00df dir, wertes Paar \u00e0 9 (Leipzig, 1645), S-Uu ms. 41:6<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"sdfootnote11sym\" href=\"#sdfootnote11anc\">11<\/a> Sch\u00fctz trifft Rosenm\u00fcller vermutlich erstmals auf der R\u00fcckreise von Kopenhagen \/ Braunschweig im Mai 1645 in Leipzig und wohnt vielleicht sogar einem Gottesdienst unter Rosenm\u00fcllers musikalischer Leitung bei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"sdfootnote12sym\" href=\"#sdfootnote12anc\">12<\/a> Eine Leipziger Gelehrtengesellschaft, bei deren Zusammenk\u00fcnften Rosenm\u00fcller gelegentlich musikalisch in Erscheinung tritt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"sdfootnote13sym\" href=\"#sdfootnote13anc\">13<\/a> \u00dcbertragung: \u201e(&#8230;) Dank an Rosenm\u00fcller, den Erfinder der lieblichsten Melodien, bevor er nach Italien ging.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"sdfootnote14sym\" href=\"#sdfootnote14anc\">14<\/a> MATTHESON, J. Der vollkommene Capellmeister (1739), S. 85<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anekdotisch berichtet der G\u00f6ttinger Geschichtsprofessor Joachim Meyer (1661-1732), dass der Zittauer Kantor Andreas Hammerschmidt (1611-1675) um das Jahr 1650 &#8220;zur Me\u00dfzeit&#8221; nach Leipzig gekommen und im &#8220;dasigen Stadtkeller&#8221; Johann Rosenm\u00fcller (1617\/19 1-1684) begegnet sei. Im Verlauf eines angeregten Gespr\u00e4chs habe Hammerschmidt &#8211; ohne zun\u00e4chst seine Identit\u00e4t preis zu geben &#8211; Rosenm\u00fcller gefragt, &#8220;was dieser denn von des Andreas Hammerschmidts in Zittau Composition hielte&#8220;. Das \u00fcberlieferte Urteil Rosenm\u00fcllers ist eindeutig &#8211; und harsch: &#8220;Es w\u00e4re derselbe ein Clausulen Dieb und wenn er [Hammerschmidt] ihm die Manier und die Clausulen [Klauseln] nicht abst\u00f6hle, w\u00fcrde er nichts machen k\u00f6nnen&#8220;. Hammerschmidt reagiert darauf nachvollziehbar s\u00e4uerlich, es kommt zum Streit, sogar zu Handgreiflichkeiten und die beiden m\u00fcssen m\u00fchsam von Umstehenden beruhigt werden.2 Freilich ist bei diesem Bericht von einer Pointierung auszugehen. Aber was f\u00fcr ein Selbstbewusstsein, ja welche Chuzpe, spricht aus der Reaktion Rosenm\u00fcllers (die im Kern wohl den Tatsachen entspricht)! Und unmittelbar stellt sich\u2026<\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"https:\/\/www.ensemble1684.de\/gb\/2024\/01\/johann-rosenmueller\/\"><span>Weiterlesen<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[],"class_list":["post-3902","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-biographie"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.2","language":"gb","enabled_languages":["de","gb"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"gb":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ensemble1684.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3902","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ensemble1684.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ensemble1684.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ensemble1684.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ensemble1684.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3902"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.ensemble1684.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3902\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4885,"href":"https:\/\/www.ensemble1684.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3902\/revisions\/4885"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ensemble1684.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3902"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ensemble1684.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3902"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ensemble1684.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3902"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}